Der Frühling kam früh – für Hagen und seinen Sohn Halvard zu früh. So blieb ihnen nicht viel Zeit nach der familiären Trennung wieder zueinander zu finden…
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Der Frühling kam früh – für Hagen und seinen Sohn Halvard zu früh. So blieb ihnen nicht viel Zeit nach der familiären Trennung wieder zueinander zu finden… [...] Vor vier Wochen, am 19.12.2011, ist der Psychoanalytiker Horst-Eberhard Richter im Alter von 88 Jahren verstorben. Er galt als der Vertreter der Friedensbewegung; zugleich war er der Begründer einer psychoanalytischen Familientherapie. Sein Gießener Schüler und Kollege Hans-Jürgen Wirth hat in einem mit Psychotherapeut der Nation betitelten Nachruf an dessen Wirken erinnert. Nachfolgend stellen wir Horst-Eberhard [...] Die Geburt der Psychoanalyse… [...] Sigmund Freud entwickelte die Theorie der Psychoanalyse weder systematisch noch kontinuierlich. In seinen zahlreichen und hochinteressanten Schriften, Briefen und Fallbeschreibungen weicht er oft von früher formulierten Konzepten ab, ohne dies neu zu bewerten und einzuordnen. Ein Werk, das sich um eine Zusammenführung und Bezugnahme dieser Schriften aufeinander in ganz besonderer Weise verdient macht, ist das [...] Loja Kaplan kehrt nach mehr als 25 Jahren nach Israel zurück, in das Stadtviertel ihrer Kindheit und Jugend. Sie hat nach dem Tod ihres Vaters mit Anfang Zwanzig das Land verlassen und versucht, alle Brücken zu ihrer Vergangenheit abzubrechen… [...] Hans Keilsons Lebenserinnerungen… [...] Der Nationalsozialismus und seine gesellschaftlichen Nachwirkungen sind ohne eine sozialpsychologische Perspektive nicht zu verstehen. Dies erfordert die Berücksichtigung der subjektiven Dimension der Nachkriegsgesellschaft sowie der Brüche und Kontinuitäten nach 1945… [...] „In meiner Erinnerung ist das 20. Jahrhundert geprägt vom Hass als Staatsräson. Das ist eine Form der Selbstzerstörung, die sich nicht wiederholen darf. (…) die Nazis haben sich damit selbst vernichtet”, so Hans Keilson im Gespräch mit der spanischen Tageszeitung El Pais, 2010 (Keilson, 2011a, S. 148)… [...] Nelly Wolffheim wurde 1879 in Berlin geboren, wuchs in einer bürgerlichen jüdischen Familie auf und war Anfang des 20. Jahrhunderts eine der führenden Persönlichkeiten der Psychoanalytischen Pädagogik. 1939 musste sie vor den Nationalsozialisten nach England emigrieren, wo sie 1965 starb. Ihr Wirken war jahrzehntelang nahezu vergessen und wurde erst durch ihr von der 1968er-Bewegung wiederentdecktes [...] „Es regnet auch jetzt schon Glückwünsche und Blumenspenden, als sei die Rolle der Sexualität plötzlich von Sr. Majestät amtlich anerkannt, die Bedeutung des Traumes vom Ministerrat bestätigt und die Notwendigkeit einer psychoanalytischen Therapie der Hysterie mit 2/3 Majorität im Parlament durchgegangen.“ Dies schrieb der 46-jährige Sigmund Freud 1902 an seinen Freund Fließ anlässlich seiner Ernennung [...] Zwischen dem Film und der Psychoanalyse gibt es eine große Gemeinsamkeit, die vor allem aus der Zeitgleichheit ihrer Anfänge Ende des 19. Jahrhunderts resultiert, auch wenn von Freud bekannt ist, dass er nicht gerne ins Kino ging. Film und Psychoanalyse entstammen wie uneheliche Geschwister einem gemeinsamen, historischen, sozialen und kulturellen Hintergrund… [...] Charakteristisch für nahezu das gesamte Feld der sozialwissenschaftlichen Beschäftigung mit Rechtsextremismus in der Bundesrepublik ist, dass rechtsextreme Orientierungen von Jugendlichen aus der Enkelgeneration bisher nicht in Verbindung mit dem Nationalsozialismus ihrer Großeltern und der Familiengeschichte gebracht werden oder eine solche Verbindung verneint wird… [...] Das Versäumnis, dass die Folgewirkungen des Nationalsozialismus auf der Täterseite bisher nur lückenhaft untersucht wurden, will Jan Lohl in einer im Psychosozial-Verlag erschienenen umfassenden Analyse korrigieren. Er untersucht die intergenerationellen Folgen des Nationalsozialismus auf der »Täterseite« und ihre politische Handlungsrelevanz: Ausgehend von einer konzeptuellen Erweiterung der »Unfähigkeit zu trauern«, die Alexander & Margarete Mitscherlich beschrieben [...] Der jüdische Gott war Schemen für mich, sowohl in seiner alttestamentarischen Gestalt, unversöhnlicher Zürner und Züchtiger, als auch in der opportunistisch abgeklärten der modernen Synagoge. Erschreckend sein Bild in den Köpfen der Strenggläubigen, nichtssagend in den Andeutungen der Halbrenegaten und Verlegenheitsbekenner… [...] Verfolgungsgeschichte und Identitätsproblematik von Personen und Familien teiljüdischer Herkunft… [...] “Meiner Frau Hilde gewidmet, der ich mein Leben verdanke.” Diese Widmung an Hilde setzte Ernst Federn seiner Essaysammlung Ein Leben mit der Psychoanalyse (Federn, 1999a) voran. Mehr Worte bedarf es nicht, um Ernst Federns tiefe Dankbarkeit gegenüber Hilde zu charakterisieren. Ernst und Hilde Federn teilten 72 Jahre glücklicher wie traumatischer Erfahrung. Stets war sie an [...] |
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Leserbriefe