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Spitzbergen: Gibt es Eis in Oklahoma?

Der Frühling kam früh – für Hagen und seinen Sohn Halvard zu früh. So blieb ihnen nicht viel Zeit nach der familiären Trennung wieder zueinander zu finden…

Von Michael Gamisch, Rheingau Echo

Schon der Versuch, sich menschlich anzunähern, scheint chancenlos in dem neuen Roman von Bernd Späth. Die Sprache ist so schroff wie die Landschaft, die Worte so kalt wie der Wind und die Sätze kurz.
Zwangsläufig fühlt man sich an die Erzählungen Hemingways erinnert, der Natur und Gefühle in Sprache umzusetzen vermochte, wie kaum ein anderer.
Und so ist die Geschichte von dem arktischen Jäger und seinem Sohn von Anfang bis zum Ende packend.

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Der Roman „Gibt es Eis in Oklahoma?“ aus dem Baseler IL-Verlag schildert einen sehr tragischen Vater-Sohn-Konflikt auf der Arktisinsel Spitzbergen und ist der dritte Arktisroman von Bernd Späth und sozusagen Ausfluss seiner insgesamt fünf Expeditionen in die eisige Landschaft, die keinen Fehler verzeiht, Härte fordert, statt Herz.

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Hagen, der arktische Jäger, ist ein harter, verschlossener Mann. Bildung ist ihm fremd, mehr noch steht er ihr feindlich gegenüber. In allen Fragen des arktischen Überlebens allerdings übertrifft ihn kaum jemand. Seine Ehe mit Solveig ist gescheitert, sie hat ihn verlassen. Den gemeinsamen Sohn Halvard nahm sie mit.

Umso überraschender, als sie Hagen nach einigen Jahren bittet, das Kind für ein paar Wochen zu sich zu nehmen, weil sie zu einem neuen Lebensgefährten in Oklahoma ziehen will.
Hagen ist entsetzt: Sein Sohn ist sensibel, feingeistig, zart, und damit der Gegenpol zu seiner arktischen Welt des Tötens und Abhäutens, in der für Gefühle kein Platz ist.

Das soll sein Sohn innerhalb kürzester Zeit lernen. Deshalb treibt er ihn an seine Leistungsgrenzen. Für die verzweifelte Liebe des 12-jährigen zu seinem Vater fehlen Hagen alle Antennen.
Doch ausgerechnet dem großen arktischen Jäger passiert ein Malheur als sie mit ihren Scootern über den zugefrorenen Fjord rasen. Sie sitzen auf einer Scholle fest. Existenzielle Entscheidungen sind gefordert, die den bisherigen Konflikt auszulöschen scheinen.

Der Autor
Bernd Späth, geb. 1950 im oberbayerischen Fürstenfeldbruck (s. Roman Trümmerkind), Autor vier veröffentlichter Romane sowie vier erfolgreicher Theaterstücke, nahm an fünf arktischen Expeditionen auf Spitzbergen teil, erreichte 1983 als erster Deutscher dessen Nordspitze über das Inlandeis, legte insgesamt an die 10.000 Kilometer über Packeis und Gletscher zurück und verbrachte endlose Wochen in einer einsamen Hütte am Eisfjord. Er weiß also, worüber er schreibt: Die Gnadenlosigkeit der arktischen Landschaft, die sich in seinen menschlichen Charakteren widerspiegelt.
Sein erstes juristisches Staatsexamen absolvierte er in Bonn, wo er im März 1982 eine Werbeagentur gründete, die unter anderem die EU-Kommission, die Bundesregierung und verschiedene Wirtschaftsunternehmen und -verbände betreute. Seit Anfang 2002 arbeitet Bernd Späth als Schriftsteller, Drehbuchautor und Produzent.

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