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111 Orte in Tel Aviv, die man gesehen haben muss

Das rote, das grüne und das blaue Haus und noch vielmehr…

111 Orte in Tel Aviv, die man gesehen haben mussVon Ramona Ambs

Sie hat viele Namen, die weiße Stadt am Meer. Big Orange ist einer davon. Und so ziert denn auch eine Orange den Einband des Buches, dass einen mit nimmt auf eine Entdeckungsreise durch Tel Aviv. Um genau zu sein zu 111 Orten in Tel Aviv, die man gesehen haben muss. Andrea Livnat hat sie zusammengestellt und Angelika Baumgartner hat sie fotografiert, und herausgekommen ist dabei ein Sammelsurium von Orten, die sowohl den Kenner als auch den Neuentdecker der israelischen Metropole begeistern dürften. Denn hier ist für jeden etwas dabei. Von A wie Abu-Nabut-Brunnen bis Z wie Zionismusboulevard entführt das Buch den Leser zu Plätzen, die teilweise selbst langjährigen Tel-Aviv-Touristen noch unbekannt sein dürften. Dazu gibt es historisches Hintergrundwissen und praktische Tipps.

Einer der ersten Orte zum Beispiel sind die Afeka-Höhlen, die im Norden Tel Avivs, in Ramat Aviv Gimmel liegen und die man nur durch eine wenig einladende Baulücke in der unscheinbaren Drezner Straße findet. Die Grab-Höhlen der Samaritaner liegen im Osten des weitläufigen naturbelassenen Geländes, dass sich auch hervorragend als Ort für Familienausflüge oder zur Beobachtung seltener Tierarten nutzen lässt. Für historisch Interessierte ebenfalls spannend, sind das Ussishkin-Haus, die Unabhängigkeitshalle, die Hassan Bek Moschee oder das Eden-Kino.

Wer sich eher für Kunst und alternative Kultur interessiert, dürfte, neben der Kiryat haMelacha, dem Rokach-Haus und zahlreichen anderen Orten, am Chanut-Theater Freude haben, das mitten in der Alija-Straße im Geschäftsviertel liegt. Dort gibt es auch außerhalb der Spielzeiten immer etwas zu sehen oder zu hören, denn in den Schaufenstern des Theaterladens finden wechselnde Ausstellungen statt, manchmal gibt es auch kleine Vorführungen und Aktionskunst in der Vitrine und auf dem Gehweg finden sich dann Stühle, auf denen man Platz nehmen kann.
Und selbst die Unterwelt Tel Avivs hat etwas zu bieten. Die Pasáz-Bar in der Allenby- Straße scheint tagsüber nur ein dunkler einsamer Ort im Kellergeschoss zu sein. Nachts jedoch trifft sich hier die hippe Szene von Tel Aviv zu Konzerten, Kunstevents und Dance-Performances.

Und wer zwischen all den historischen, kunstträchtigen, ungewöhnlichen oder familienfreundlichen Orten Hunger bekommt, findet dank des Buchs in allen Teilen der Stadt Empfehlungen für kulinarische Genüsse jeder Art, die man mithilfe der Karte hinten auch problemlos findet. So erkundet man die weiße Stadt, das bunte Tel Aviv, zwischen dem roten, dem grünen und dem blauen Haus, am Rande des Schnullerbaums und mitten am Drummer-Beach Seite für Seite noch einmal neu. Und verliebt sich dabei garantiert (nochmal) in diese Stadt, die niemals schläft…

Andrea Livnat, 111 Orte in Tel Aviv, die man gesehen haben muss. Mit Fotografien von Angelika Baumgartner, Emons Verlag 2015, 240 S., Euro 14,95, Bestellen?

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