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Trümmerfrau der Seele

Eine jüdische Miniatur über die Künstlerin Lin Jaldati…

Lin Jaldati - Trümmerfrau der Seele1952 kam Lin Jaldati, holländische Sängerin und Schoa-Überlebende, mit ihrem Ehemann Eberhard Rebling aus den Niederlanden in die DDR. Beide wurden die berühmtesten Jiddisch-Interpreten nicht nur in der DDR, sondern in der ganzen sozialistischen Welt.

In ihrer 50-jährigen Karriere sang Lin Jaldati (1912–1988) ihre Lieder sowohl vor Überlebenden als auch vor Nachgeborenen in den jüdischen Gemeinden, vor Nichtjuden und Sozialisten in aller Welt, einschließlich Nordkorea und Indonesien.

Als Mitgefangene von Anne Frank in Westerbork, Auschwitz und Bergen-Belsen war sie zudem eine der ersten, die ihre eigene und Annes Geschichte erzählte. Jaldati wurde zu einer Kulturbotschafterin der DDR, auch in Israel.

Die bei Hentrich & Hentrich in der Reihe »Jüdische Miniaturen« erschienene Biographie des US-amerikanischen Historikers Prof. David Shneer, in Zusammenarbeit mit Jalda Rebling, ist auch ein Beitrag zu einer nachträglichen Betrachtung der Beziehungen zwischen der DDR und Israel – in diesem Jahr, in dem die offiziellen Deutsch-Israelischen Beziehungen ihren 50. Jahrestag feiern.

David Shneer: Lin Jaldati. Trümmerfrau der Seele. Hentrich & Hentrich 2014, 80 S., Euro 8,90 Bestellen?

Buchvorstellung & Gespräch mit Jalda Rebling

Chasan JALDA REBLING, geb. 1951 in Amsterdam, ist Kantorin, Schauspielerin und Sängerin, spezialisiert auf europäisch-jüdische Musik vom frühen Mittelalter bis zur Moderne. Seit Ende der 1970er-Jahre gastierte sie gemeinsam mit ihren Eltern Lin Jaldati und Eberhard Rebling und ihrer Schwester Kathinka auf nationalen und internationalen Bühnen. Sie initiierte in Ost-Berlin die »Tage der Jiddischen Kultur« (1988–1997 UNESCO-Projekt) und war Mitbegründerin des Jiddischen LiedTheater im Hackeschen Hoftheater Berlin (1993–2008). Soeben erschien ihre neue CD A brivele fun Vilna, eine Hommage an Lin Jaldati.

Moderation: DR. NORA PESTER, Verlegerin Hentrich & Hentrich

Mi 25. März 2015 | 19 Uhr
Jüdisches Gemeindehaus
Fasanenstraße 79–80
10623 Berlin | Kleiner Saal
Eintritt: 5,– | ermäßigt 3,–

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