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Der Gesandte – Abdallah Frangi

Am 31. Oktober erscheint im Heyne-Verlag das jüngste Buch von Abdallah Frangi. In „Der Gesandte- Mein Leben für Palästina. Hinter den Kulissen der Nahost-Politik“ erzählt der langjährige Diplomat von seiner politischen Arbeit und seinem Einsatz für die Gründung des unabhängigen Staates Palästina…


Abdallah Frangi wurde 1943 in Beerscheba, im damaligen Palästina, geboren. 1948 wurde er mit seiner Familie nach Gaza vertrieben. Frangi studierte Medizin und Politik in Frankfurt am Main. Bereits während des Studiums wurde er politisch aktiv und setzte sich für die Errichtung eines unabhängigen Staates Palästina ein. Ab 1974 war er offizieller Vertreter der PLO in Deutschland, seit 1993 als Generaldeligierter Palästinas in Berlin (bis 2005). Nachdem Frangi 2007 bis 2009 außenpolitischer Sprecher der Fatah war, ist er heute in Gaza als persönlicher Berater von Präsident Abbas tätig.

Vom Widerstand an den Verhandlungstisch

Aus der Verlagsinformation erfahren wir, dass Frangi, als enger Vertrauter von Arafat, in Deutschland zur Stimme der Palästinenser wurde; seit 1974 als erster offizieller Vertreter der PLO in Bonn und Berlin. Durch seine engen Kontakte zu den maßgebenden Politikern brachte er die Interessenlage des palästinensischen Volkes auf die politische Agenda. Er pflegte u. a. Verbindungen zu Hans-Jürgen Wischnewski, Joschka Fischer, Hans-Dietrich Genscher und Gerhard Schröder.

Abdallah Frangis Leben liest sich spannend wie ein Agententhriller: Aufgewachsen in einer einflussreichen Beduinenfamilie, wird Frangi im Alter von fünf Jahren mit seiner Familie aus dem soeben gegründeten Staat Israel nach Gaza vertrieben. Mitte der 50er-Jahre, als Gaza vom israelischen Militär besetzt wird, gehört sein ältester Bruder zu den Gründungsmitgliedern der palästinensischen Freiheitsbewegung Fatah. Nach dem Abitur geht Frangi für ein Medizinstudium nach Deutschland, und es beginnt sein Engagement für Palästina in Deutschland.

Nach den Anschlägen einer palästinensischen Terrorgruppe, nicht der PLO, während der Münchner Olympiade, wird Frangi ohne jede Begründung aus Deutschland ausgewiesen und steht auf der Abschussliste des israelischen Geheimdienstes. Nur knapp entgeht er selbst einem Briefbombenattentat und muss erleben, wie viele seiner politischen Mitstreiter ermordet werden. Dennoch setzt sich Frangi unerschütterlich für eine friedliche Lösung des Nahost-Konflikts ein. Vom Beduinenzelt in die Bonner Republik – Lebensgeschichte als Weltgeschichte.

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