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Mord verjährt nicht: Das Oktoberfestattentat

Im Dezember 2014 hat der Generalbundesanwalt seine Ermittlungen zum Münchener Oktoberfestattentat wieder aufgenommen. In einer kurzen Verlautbarung steht zu lesen: „Das Oktoberfestattentat vom 26. September 1980 ist der schwerste rechtsterroristische Anschlag in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Es wurden dreizehn Menschen ermordet und mehr als 200 weitere zum Teil schwer verletzt.“[1] Als Grund für die Wiederaufnahme nennt die Behörde die Angaben einer bislang nicht bekannten Zeugin. Bei einer Befragung habe sie Aussagen gemacht, die auf bislang unbekannte Mitwisser hindeuten könnten.[2] Darüber hinaus soll allen Ansatzpunkten zur Aufklärung der Hintergründe des heimtückischen Mordanschlags erneut und umfassend nachgegangen werden[3]

Oktoberfest - Das AttentatOrlando Berliner/ Susanne Benöhr-Laqueur

Einfach formuliert: Der Generalbundesanwalt rollt das Verfahren wieder auf und begeht sogleich einen ungeheuerlichen sprachlichen Fauxpas. Die Formulierung „Es wurden dreizehn Menschen ermordet…“ suggeriert nämlich, dass Gundolf Köhler gleichfalls ein Opfer war. Das ist jedoch nicht der Fall. Gundolf Köhler hat zwölf Menschen ermordet und ist bei dem Attentat zu Tode gekommen. Gundolf Köhler war der Täter und eben daran knüpft sich die entscheidende Frage: War er allein? Von der Prämisse der „Einzeltäterschaft“ ist der Generalbundesanwalt bisher jedenfalls nie abgewichen.

Vertrauen in den Rechtsstaat…

Völlig anderer Ansicht waren diverse Journalisten – allen voran Ulrich Chaussy – und der Opferanwalt Werner Dietrich. Das Oktoberfestattentat und seine Hintergründe wurde in den vergangenen Jahrzehnten zu „ihrem Fall“. Ihre Recherchen brachten die Strafverfolgungsbehörden zunehmend in Erklärungsnot. Hierbei kommt dem Buch von Ulrich Chaussy eine entscheidende Bedeutung zu. Das vorliegende Werk ist bereits im Jahre 1985 unter dem Titel „Oktoberfest. Ein Attentat“[4] erschienen. Chaussy hat der Neuauflage de facto die ersten 192 Seiten der Altauflage zugrunde gelegt und diese sodann um weitere 77 Seiten ergänzt – Drucklegung war im Januar 2014. Zeitgleich startete der Kinofilm „Der blinde Fleck“, dem das vorliegende Buch zugrunde lag und dessen Drehbuch Chaussy zusammen mit Daniel Harrich verfasste (S. 257). Bereits der Kinostart löste ein beachtliches Medienecho aus. Besonders boshaft argumentierte die ZEIT. Sie hob süffisant hervor, dass es sich um einen Film handele, dessen gefährliche Nebenwirkung nicht verschwiegen werden sollte: ‚Der blinde Fleck‘ sei in keiner Weise geeignet, das Vertrauen in den Rechtsstaat zu fördern…‘.[5]

Kurioserweise fanden sich im Sommer 2014 plötzlich Ermittlungsakten wieder, von denen man glaubte sie seien vernichtet worden. Opferanwalt Dietrich begehrte Akteneinsicht, die ihm gewährt wurde.[6] Im Herbst 2014 zeigte ARTE den Spielfilm und am 4.2.2015 die ARD. Unmittelbar vor dem Ausstrahlungstermin in der ARD überraschte Ulrich Chaussy und der Bayerische Rundfunk die Öffentlichkeit mit dem Hinweis, dass sich nach der Ausstrahlung auf ARTE neue Zeugen gemeldet hätten.[7] Ob diese Hinweise – nach fast 35 Jahren – den entscheidenden Wendepunkt bringen, bleibt abzuwarten. Wie sehr das Vertrauen in den Rechtsstaat litt, zeigt indes die Lektüre des Buches.

Rückblick: Die Bundesrepublik im Jahre 1980

Das Oktoberfestattentat geschah während der „heißen Phase“ des Bundestagswahlkampfes. Die Fronten zwischen den politischen Parteien waren verhärtet. Bundeskanzler Helmut Schmidt und mehr noch sein Herausforderer, der damalige Bayerische Ministerpräsident, Franz-Josef Strauß polarisierten die Wählerschaft. Noch bevor nähere Informationen über den bzw. die Attentäter von den Ermittlungsbehörden bekannt gegeben wurden, hatte Strauß die Schuldigen bereits ausgemacht: Es handele sich um Terror der Linksextremisten.[8] Diese Vermutung war, nach den Anschlägen der Roten Armee Fraktion während der 1970er Jahre, durchaus naheliegend. Sie erwies sich jedoch als falsch. Denn der Attentäter war aufgrund der Schwere der Verletzungen schnell zu identifizieren (S. 18), zudem fand man in seiner Nähe einen Mitgliedsausweis der rechtsextremen paramilitärischen „Wehrsportgruppe Hoffmann“ (S. 36). Zudem war Köhler im Nachrichtencomputerdienstsystem NADIS als aktiver Anhänger der „Wehrsportgruppe Hofmann“ gelistet (S. 37). Damit führte die Spur nach Rechts und nicht nach Links.

Das stellte die Bayerischen Sicherheitsbehörden vor ein massives Problem. Die „Wehrsportgruppe Hoffmann“, die ihren Sitz im bayerischen Ermreuth hatte, war nämlich von den Landesbehörden über Jahre hinweg falsch eingeschätzt worden. Man hielt die Teilnehmer der „Wehrsportgruppe Hoffmann“ offenbar für harmlose Spinner, die am Wochenende in Phantasieuniformen durch die Wälder robbten (S. 37, 38). Das sah der Bundesinnenminister, Gerhart Baum (FDP), völlig anders. Anfang des Jahres 1980 ließ er die „Wehrsportgruppe Hoffmann“ als verfassungsfeindliche Organisation kurzerhand verbieten (S. 53). Am 26.9.1980 kam es nicht nur zum gravierendsten Terroranschlag auf deutschem Boden seit dem Zweiten Weltkrieg, er geschah auch auf dem größten Volksfest der Welt, Mitten im Herzen der bayerischen Landeshauptstadt. Für diesen Vorfall musste ein Schuldiger gefunden werden – und dies möglichst schnell.

Cui bono?

Bereits am 28.9.1980 – also zwei Tage nach dem Attentat – meldete die Tagesschau, dass es sich bei dem Attentäter um den 21 jährige Gundolf Köhler handele.[9] Nach Erkenntnissen der Ermittler sei die Bombe zu früh explodiert. Generalbundesanwalt Kurt Rebmann erklärte vor laufender Kamera, dass er – beim momentanen Stand der Ermittlungen – nicht von einer alleinigen Täterschaft Gundolf Köhlers ausginge, vielmehr führe die Spur zur „Wehrsportgruppe Hoffmann“.[10] Gerold Tandler, Bayerischer Innenminister, war anderer Ansicht. Er ließ die These von der Alleintäterschaft ausdrücklich offen.[11]

Einen Tag später bot sich der Öffentlichkeit ein völlig anderes Bild. Bei der „Wehrsportgruppe Hoffmann“ habe man kein belastendes Material finden können.[12] Zudem kämen die Ermittler nicht weiter.[13] Die Bayerischen Sicherheitsbehörden fühlten sich in ihrer Einzeltäterthese bestätigt[14] und Franz-Josef Strauß forderte Bundeskanzler Helmut Schmidt auf, er solle seinen Innenminister Gerhart Baum zum Teufel hauen.[15]

Fortan wurde Gundolf Köhler als Einzeltäter geführt. Als Motiv für seine Tat wurde ein Gemenge an Gründen präsentiert. Zum einen war Köhler ein Typ, den man heutzutage wohl als „Nerd“ bezeichnen würde. Student der Geologie an der Universität Tübingen, fasziniert von Waffen und Sprengstoffen, ein verhätschelter Nachkömmling mit älteren Geschwistern, momentan ohne feste Freundin, ein bisschen verklemmt, aber durchaus beliebt bei seinen Freunden, gerne auf Reisen und soeben durch die Zwischenprüfung gefallen (S. 109,138, 143, 146, 166, 176). Zum anderen wurde aber das Wesentliche übersehen: Gundolf Köhler war von der „Wehrsportgruppe Hoffmann“ derart angetan, dass er selbst bei dem Attentat den Mitgliedsausweis bei sich trug.

Da die Ermittler davon ausgingen, dass die Bombe zu früh explodiert sei, dürfte also mindestens ein Fluchtplan existiert haben. Köhler war nicht dumm, er bzw. seine Mittäter mussten einkalkulieren, auf der Flucht in eine Polizeikontrolle zu geraten und durchsucht zu werden. Alle diese strategischen und logischen Überlegungen konnten Köhler aber nicht davon abhalten, sein „weltpolitisches Bekenntnis“ offen bei sich zu tragen. Folglich war ihm die Mitgliedschaft in der „Wehrsportgruppe Hoffmann“ immens wichtig. Karl-Heinz Hoffmann muss auf den jungen Mann einen enorme Einfluss entfaltet haben. Diese Sogwirkung erläutert Chaussy anschaulich anhand eines Falles, der sich nur wenige Wochen nach dem Oktoberfestattentat ereignete. Am 19.12.1980 ermordete Uwe Behrendt, 28 Jahre, gleichfalls Mitglied der „Wehrsportgruppe Hoffmann“, den Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg Shlomo Lewin und seine Lebensgefährtin Frieda Poeschke (S.243).

„Hoffmanns Erzählungen“

Karl-Heinz Hoffmann, Jahrgang 1937, gründete im Jahre 1973 die nach ihm benannte „Wehrsportgruppe“. Sitz der Organisation war das Schloss Hoffmanns im bayerischen Ermreuth. Hoffmann hat nie ein Hehl daraus gemacht, dass er Hitler bewunderte.[16] Er verfügte schnell über ein festes Netzwerk in Europa und im Nahen Osten. Dass in Bayerns Wäldern „Krieg gespielt“ wurde, entging niemandem. Auch der ausländischen Presse nicht. Im Jahre 1977 reiste extra ein Reporterteam des italienischen Wochenmagazins „Oggi“ nach Ermreuth, um mit Hoffmann eine „Homestory“ zu machen (S. 251). Hoffmann wird in dem Artikel mit den folgenden Worten zitiert: „Ich bin nicht antijüdisch, bin aber antizionistisch. Denn der Zionismus ist unser Feind und hat die Lüge verbreitet, dass sechs Millionen Juden in den Lagern der Nazis umgebracht worden sind“ (S. 252)

Im Zuge der Reportage besuchten die Journalisten auch Shlomo Lewin, der zu dieser Zeit Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde im nur 30 km entfernten Nürnberg war (S. 252). Lewin sagte in dem kurzen Interview, dass man Typen wie Hoffmann nicht unterbewerten darf: „Am Anfang schien auch Hitler nur ein Aufgeregter ohne Volk“ (S. 252). Dies war zwar eine kritische Äußerung, aber durchaus im Bereich des „Common sense“. Sehr viel interessanter war, dass Shlomo Lewin in der Zeitung „Oggi“ als Angehöriger der Haganah und Heeresmajor der israelischen Armee im ersten Ägyptenkrieg sowie als ehemaliger Adjudant von Moshe Dayan vorgestellt wurde (S. 252, 253).

Dieser Artikel dürfte Shlomo Lewin und seiner Lebensgefährtin zum Verhängnis geworden sein. Mit der Offenbarung seiner Vergangenheit in der israelischen Armee geriet er nicht nur in das Fadenkreuz der PLO, mit der Hoffmann im Jahre 1980 intensive Kontakte pflegte (S. 253, 248), sondern auch der Mitglieder der „Wehrsportgruppe Hoffmann“. So wurde die Verhaftung von Karl-Heinz Hoffmann und die Hausdurchsuchung des Anwesens in Ermreuth im Zuge der Ermittlungen zum Oktoberfestattentat als Affront empfunden (S. 250). Schuld waren die Juden, die Israeliten oder wahlweise der Mossad (S. 254). Uwe Behrendt fühlte sich jedenfalls berufen, für seinen „Chef“ Rache zu üben und seine Wahl fiel auf Shlomo Lewin (S. 250). Oder war alles ganz anders? Uwe Behrendt kann man jedenfalls nicht mehr befragen.

Nach dem Attentat gelang ihm mit Hoffmanns Hilfe die Flucht in den Libanon (S. 250). Dort beging er binnen kürzester Zeit Selbstmord (S. 68). Hoffmann – zum einen exzellent juristisch vertreten und zum anderen auf eine gewisse Trägheit der Justiz vertrauend – wurde bezüglich des Mordvorwurfes freigesprochen (S. 244). Nach der Sichtweise der deutschen Sicherheitsdienste handelte die beiden Mitglieder der „Wehrsportgruppe Hoffmann“ Uwe Behrendt und Gundolf Köhler als Einzeltäter. Dabei hätte ein Blick in die Dissertation des damaligen Leiters des Bayerischen Staatsschutzes, Dr. Hans Langemann, genügt, um Zweifel an der Einzeltäterthese zu wecken:

„…dem politischen Verbrechen (scheint) ganz allgemein die Besonderheit anzuhaften, dass die Tat meist nicht denkbar gewesen wäre, wenn nicht Anstifter und Hintermänner zuvor materiellen oder ideellen Beistand geleistet hätten. Ohne diesen Beistand gibt es politische Gewaltverbrechen – mit Ausnahme einer recht kleinen Gruppe von Attentaten – gewöhnlich nicht“ (S. 135).

Agent in eigener Sache: Dr. Hans Langemann

Dr. Hans Langemann, promovierter Volljurist, begann seine berufliche Laufbahn beim BND (S. 119). Langemanns Eintrittskarte in diesen exklusiven und handverlesenen Zirkel war seine Dissertation über politische Attentate. Anfang der siebziger Jahre wechselte Langemann in den bayerischen Staatsdienst (S.122). Zunächst avancierte er zum „Sicherheitsberater“ des Organisationskomitees der Olympischen Spiele 1972 in München (S. 122). Das vernichtende Resultat in puncto „Sicherheit“ ist bekannt. Nach den Spielen wurde Langemann Leiter der Staatsschutzabteilung im bayerischen Innenministerium (S. 122). Dort erfand er sich und den Staatsschutz kurzerhand neu (S. 123). Er propagierte nunmehr den „positiven Verfassungsschutz“ (S. 123).

Langemanns Konzept bestand darin, bei geeigneten und gewogenen Publikationsorganen selbst initiativ und aktiv zu werden (S. 123). Von dort war es nur noch ein sehr kleiner Schritt zum Geheimnisverrat. Der promovierte Volljurist Langemann, nunmehr im Range eines Ministerialdirigenten, „fütterte“ in der Folgezeit die Presse und hier besonders die „Quick“ mit Dienstinterna (S. 124). Noch bevor die Ermittlungsbehörden am Wohnort von Gundolf Köhler in Donaueschingen erschienen, war bereits ein Reporter der „Quick“ vor Ort und hatte Interviews geführt (S. 126). Mögliche Hintermänner und Mittäter waren somit frühzeitig gewarnt und so verwundert es nicht, dass die Tagesschau am 28.9.1980 meldete, dass die Ermittlungen nicht weiterkämen.

Déjà- vu: Spuren, Zeugen, Asservate…

Nachdem sich die Sicherheitsbehörden und die Justiz auf den Einzeltäter Gundolf Köhler festgelegt hatten, wurde allen anderen Spuren nicht mehr nachgegangen. Hoch detaillierte Zeugenaussagen, die jeden Ermittler in Begeisterung versetzt hätten, wurden kurzerhand ignoriert (S. 17, 55). Asservate, wie das Handfragment, dass man in einer Entfernung von 25 Metern vom Tatort fand, wurden Mitte der 1990 Jahre vernichtet (S. 201). Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Diese Strategie war lange Zeit erfolgreich. Sicherlich wäre das Oktoberfestattentat längst endgültig ad acta gelegt worden, hätte es nicht die Morde des NSU gegeben. Vor den Augen der Sicherheitsbehörden formiert sich eine rechtsradikale Zelle, die ein Jahrzehnt mordend und raubend durch die Bundesrepublik zog. Prägnant hebt Chaussy die Parallelen hervor. Nach dem Mord an Shlomo Lewin und Frieda Poeschke konzentrierte man sich auf Ermittlungen im Opferumfeld (S. 247). Lewins Vergangenheit in der israelischen Armee und seine Tätigkeit in der jüdischen Gemeinde riefen mehr spekulatives Interesse hervor, als der Umstand, dass der Täter seine Sonnenbrille am Tatort liegenließ, die wiederum der Lebensgefährtin von Karl-Heinz Hoffmann gehörte (S. 247). Das Infragestellen der „moralischen Integrität“ (S. 246) fand sich nicht nur bei Shlomo Lewin, sondern auch im Falle der NSU-Morde.

Dr. Hans Langemann, Ex-Agent und Oberster Bayerischer Staatsschützer hatte einen würdigen Nachfolger in Thüringens Verfassungsschutzchef, Dr. Helmut Roewer. Der promovierte Volljurist lieferte eine verheerende Fehleinschätzung in Sachen NSU.[17]

Hinzu kommen nicht enden wollenden Mutmaßungen über Gladio, jene geheime paramilitärische Organisation der NATO, die im Falle einer Invasion von Truppen des Warschauer Paktes hinter der Front Guerilla-Operationen und Sabotageakte gegen diese hätte durchführen sollen (S. 220). Gundolf Köhler verwendete für die Oktoberfestbombe Militärsprengstoff (S. 214) – stammte dieser eventuell aus Gladio-Beständen?

Schließlich bleibt das ominöse Handfragment. Führt nach fast 35 Jahren die Spur wirklich in das über 600 km entfernte Hannover? Ist die Aussage einer ehemaligen Krankenschwester, sie habe kurz nach ihrem Examen im Spätsommer 1980 einen jungen Mann betreut, dem der Unterarm und die Hand abgerissen worden sei,[18] als glaubhaft zu erachten? Möglich wäre es schon, denn das mittlerweile stillgelegte Krankenhaus verfügt über eine hervorragende Autobahnanbindung und liegt nur ca. 50 Autominuten von Uelzen entfernt. Dort wiederum hortete der rechtsextreme Förster Heinz Lembke in 30 Erdverstecken 88 Kisten mit Waffen, Sprengstoff und Munition (S. 214, 215, 216). Lembke war frühzeitig in den Fokus der Ermittler des Oktoberfestattentates geraten (S. 216). Im Jahre 1981 wurde das Waffendepot durch Zufall entdeckt (S. 216). Lembke beging – unmittelbar vor seiner Aussage vor der Bundesanwaltschaft – Selbstmord und hinterließ eine Notiz mit dem Wort „Wolfszeit! Heil Euch. Heinz Hermann Ernst Lembke“ (S. 217). Zeit zu sterben – für die „Sache“. Aber was ist die „Sache“?

Eine Antwort auf diese Frage versuchen seit fast 35 Jahren Ulrich Chaussy und Werner Dietrich zu geben. Es ist ihr Verdienst, gegen alle Widerstände den Fall des Oktoberfestattentates dokumentiert zu haben. Bis heute.

Ulrich Chaussy: Oktoberfest. Das Attentat. Wie die Verdrängung des Rechtsterrors begann, Ch. Links Verlag, Berlin 2014, 242 S., Euro 19,90, Bestellen?

[1]     https://www.generalbundesanwalt.de/de/showpress.php?newsid=528 ( Zugriff 6.2.2015)

[2]     https://www.generalbundesanwalt.de/de/showpress.php?newsid=528 ( Zugriff 6.2.2015)

[3]     https://www.generalbundesanwalt.de/de/showpress.php?newsid=528 (Zugriff 6.2.2015)

[4]     Chaussy, Ulrich: Oktoberfest. Ein Attentat. Luchterhand, Darmstadt/Neuwied 1985

[5]     http://www.zeit.de/2014/05/der-blinde-fleck-film-oktoberfest-terror/seite-2 (Zugriff 6.2.2015)

[6]     http://www.br.de/nachrichten/oberbayern/inhalt/oktoberfest-attentat-116.html (Zugriff 6.2.2015) und http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/attentat-auf-dem-oktoberfest-1980-anwalt-will-wiederaufnahmeverfahren-erwirken/10756198.html (Zugriff 6.2.2015)

[7]     http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/neue-hinweise-zum-oktoberfestattentat-13409227.html (Zugriff 6.2.2015)

[8]     http://www.spiegel.de/panorama/justiz/oktoberfest-attentat-1980-anwalt-fordert-neue-ermittlungen-a-993879.html (Zugriff 6.2.2015)

[9]     https://www.youtube.com/watch?v=pGBg3gyeJqw (Zugriff am 6.2.2015)

[10]    https://www.youtube.com/watch?v=pGBg3gyeJqw (Zugriff 6.2.2015)

[11]    https://www.youtube.com/watch?v=pGBg3gyeJqw (Zugriff 6.2.2015)

[12]    https://www.youtube.com/watch?v=FLoeBRnCwIA (Zugriff 6.2.2015)

[13]    https://www.youtube.com/watch?v=FLoeBRnCwIA (Zugriff 6.2.2015)

[14]    https://www.youtube.com/watch?v=FLoeBRnCwIA (Zugriff 6.2.2015)

[15]    https://www.youtube.com/watch?v=FLoeBRnCwIA (Zugriff 6.2.2015)

[16]    http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/1974/panorama1709.html (Zugriff 6.2.2015)

[17]    http://www.sueddeutsche.de/politik/thueringer-verfassungsschutz-im-nsu-skandal-es-war-dunkel-ausserdem-war-ich-betrunken-1.1407991 (Zugriff 6.2.2015)

[18]    http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Oktoberfest-Attentat-Spur-fuehrt-nach-Hannover (Zugriff 6.2.2015)

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