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	<title>Kommentare zu: Die T&#252;rkei als Zuflucht und verschlossener Hafen</title>
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		<title>Von: Die ewigen Gäste &#171; Israel &#38; Judentum</title>
		<link>http://buecher.hagalil.com/2008/11/tuerkei/comment-page-1/#comment-982</link>
		<dc:creator>Die ewigen Gäste &#171; Israel &#38; Judentum</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Jan 2010 21:10:21 +0000</pubDate>
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		<description>[...] am Center for Advanced Holocaust Studies des USHMM in Washington. Ihre Monographie Die Türkei, die Juden und der Holocaust (Hamburg 2008, 520 S.) gilt schon heute nach einhelliger Meinung der Kritik als Pionierarbeit zur [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] am Center for Advanced Holocaust Studies des USHMM in Washington. Ihre Monographie Die Türkei, die Juden und der Holocaust (Hamburg 2008, 520 S.) gilt schon heute nach einhelliger Meinung der Kritik als Pionierarbeit zur [...]</p>
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		<title>Von: Gulaschsuppe</title>
		<link>http://buecher.hagalil.com/2008/11/tuerkei/comment-page-1/#comment-306</link>
		<dc:creator>Gulaschsuppe</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Nov 2008 14:44:28 +0000</pubDate>
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		<description>Ojemmineh, jetzt wirds aber wirklich &#252;bel. Die T&#252;rkein als &quot;neue Ersatz-Juden&quot;? Man mische dies alles einmal mit dem Arbeitsvertrag von Springer und spreche der Autorin ab Turkologin zu sein und fertig ist die Kritik am ungelesenen Buch... 
Ich kann Sie nur noch einmal auffordern das Buch zu lesen vor sie pr&#228;ventiv auf die Autorin losgehen. Das Buch ist lesenswert und hat, wenn &#252;berhaupt, fundierte Kritik verdient!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ojemmineh, jetzt wirds aber wirklich &uuml;bel. Die T&uuml;rkein als &#8220;neue Ersatz-Juden&#8221;? Man mische dies alles einmal mit dem Arbeitsvertrag von Springer und spreche der Autorin ab Turkologin zu sein und fertig ist die Kritik am ungelesenen Buch&#8230;<br />
Ich kann Sie nur noch einmal auffordern das Buch zu lesen vor sie pr&auml;ventiv auf die Autorin losgehen. Das Buch ist lesenswert und hat, wenn &uuml;berhaupt, fundierte Kritik verdient!</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: delice</title>
		<link>http://buecher.hagalil.com/2008/11/tuerkei/comment-page-1/#comment-302</link>
		<dc:creator>delice</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Nov 2008 05:36:51 +0000</pubDate>
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		<description>@Gulaschsuppe

Das ist das typische Verhaltensmuster, wenn man dagegen handfest argumentieren kann, ja, dann sei man &quot;beleidigt&quot; und &quot;eingeschnappt&quot;. Was die Autorin hier versucht ist doch klar, als Turkologin, und nicht einmal als Historkierin, weil sie eben keine ist!

Die Intention ist doch glasklar, sie versucht die historische Beziehung einfach zu zertr&#252;mmern, in dem etwas versucht, was nicht gelingen kann, fakten zu schaffen, wo keine sein k&#246;nnen! Wie sch&#246;n war es doch, wenn selbst deutsche Kleinfabrikanten so selbstlos j&#252;disches Leben retten konnten, klar schliesslich hatten sie immer Buchf&#252;hrer an ihrer Seite! Mit so etwas k&#246;nnen wir nat&#252;rlich nicht dienen, und auch aus oben beschrieben religi&#246;sen Gr&#252;nden. Und schliesslich war die steuerrechtliche Absetzbarkeit nicht m&#246;glich so weit ich es weiss!

Journalisten beim Springer Verlag m&#252;ssen, z.B. vor Ihrer Einstellung ein Blatt unterschreiben, dass sie nie etwas gegen Isreal und Amerika schreiben d&#252;rfen, was diese beiden L&#228;nder in Bedr&#228;ngnis br&#228;chte. Kein Problem - Schliesslich hat man ja ein Ausweichventil - die Neuen Ersatz-Juden, eben die muslimischen T&#252;rken! Oder nicht?! Und dieses Buch darf sich diesem Ruch anreihen!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Gulaschsuppe</p>
<p>Das ist das typische Verhaltensmuster, wenn man dagegen handfest argumentieren kann, ja, dann sei man &#8220;beleidigt&#8221; und &#8220;eingeschnappt&#8221;. Was die Autorin hier versucht ist doch klar, als Turkologin, und nicht einmal als Historkierin, weil sie eben keine ist!</p>
<p>Die Intention ist doch glasklar, sie versucht die historische Beziehung einfach zu zertr&uuml;mmern, in dem etwas versucht, was nicht gelingen kann, fakten zu schaffen, wo keine sein k&ouml;nnen! Wie sch&ouml;n war es doch, wenn selbst deutsche Kleinfabrikanten so selbstlos j&uuml;disches Leben retten konnten, klar schliesslich hatten sie immer Buchf&uuml;hrer an ihrer Seite! Mit so etwas k&ouml;nnen wir nat&uuml;rlich nicht dienen, und auch aus oben beschrieben religi&ouml;sen Gr&uuml;nden. Und schliesslich war die steuerrechtliche Absetzbarkeit nicht m&ouml;glich so weit ich es weiss!</p>
<p>Journalisten beim Springer Verlag m&uuml;ssen, z.B. vor Ihrer Einstellung ein Blatt unterschreiben, dass sie nie etwas gegen Isreal und Amerika schreiben d&uuml;rfen, was diese beiden L&auml;nder in Bedr&auml;ngnis br&auml;chte. Kein Problem &#8211; Schliesslich hat man ja ein Ausweichventil &#8211; die Neuen Ersatz-Juden, eben die muslimischen T&uuml;rken! Oder nicht?! Und dieses Buch darf sich diesem Ruch anreihen!</p>
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	<item>
		<title>Von: Gulaschsuppe</title>
		<link>http://buecher.hagalil.com/2008/11/tuerkei/comment-page-1/#comment-299</link>
		<dc:creator>Gulaschsuppe</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Nov 2008 14:33:25 +0000</pubDate>
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		<description>Naja, Sie sollten vielleicht doch das Buch lesen, vor sie hier die Autorin beschimpfen. Es ist ein ausgezeichnet recherchiertes Buch, das keineswegs von irgend einer Feindschaft gegen die T&#252;rkei gepr&#228;gt ist. Die T&#252;rkei war ja auch nicht das einzige Land, das sich hier falsch verhalten hat. Nur scheint eine Thematisierung der Schweiz im Zusammenhang mit den j&#252;dischen Fl&#252;chtlingen halt auf weniger aufgeregte Gegenreaktionen zu stossen, als im Falle der T&#252;rkei. Mit dieser beleidigten Grundhaltung werde Sie den Dialog mit der T&#252;rkei nicht eben erleichtern...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Naja, Sie sollten vielleicht doch das Buch lesen, vor sie hier die Autorin beschimpfen. Es ist ein ausgezeichnet recherchiertes Buch, das keineswegs von irgend einer Feindschaft gegen die T&uuml;rkei gepr&auml;gt ist. Die T&uuml;rkei war ja auch nicht das einzige Land, das sich hier falsch verhalten hat. Nur scheint eine Thematisierung der Schweiz im Zusammenhang mit den j&uuml;dischen Fl&uuml;chtlingen halt auf weniger aufgeregte Gegenreaktionen zu stossen, als im Falle der T&uuml;rkei. Mit dieser beleidigten Grundhaltung werde Sie den Dialog mit der T&uuml;rkei nicht eben erleichtern&#8230;</p>
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		<title>Von: delice</title>
		<link>http://buecher.hagalil.com/2008/11/tuerkei/comment-page-1/#comment-295</link>
		<dc:creator>delice</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Nov 2008 04:36:02 +0000</pubDate>
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		<description>Die T&#252;rkei als Zuflucht und verschlossener Hafen

Mit dem lange angek&#252;ndigten und nun endlich erschienen Werk &quot;Die T&#252;rkei, die Juden und der Holocaust&quot; legt die Turkologin und Historikerin Corry Guttstadt ein Buch vor, das zu einem Standardwerk &#252;ber die Situation der j&#252;dischen Minderheit in der t&#252;rkischen Republik, vor allem aber &#252;ber die Positionierung der T&#252;rkei gegen&#252;ber der deutschen Vernichtungspolitik, werden wird&quot;

Entdeckt im Internet unter folgender  Adresse: http://buecher.hagalil.com/2008/11/tuerkei/

Nun, ich gestehe ich habe das obige Buch nicht gelesen, das tut aber meinen Zeilen deswegen keinen Abbruch. Denn ich will nur einige ganz normale Überlegungen mit einbringen in die Diskussion um &quot;Die T&#252;rkei, die Juden und der Holocaust&quot;:

Ich denke, dass es hier wieder einmal der Versuch ist eine weitere Wadenbeisserei ist, an dem Bild &#252;ber die &quot;T&#252;rken&quot; oder besser gesagt den Menschen die einfach nur aus der T&#252;rkei kommen. Die fehlenden Diskussionspartner von der t&#252;rkischen Seite beruhen auch, weil die Menschen, um die es hier geht selber so wenig von dieser Zeitspanne von &#252;ber 600 Jahren wissen! Weil zum einen seit der Gr&#252;ndung der Republik T&#252;rkei im Jahre 1923 alles osmanische ausgemerzt und getilgt wurde und zum anderen man mehrheitlich weder der arabischen Schriftzeichen m&#228;chtig ist noch diese osmanische Obersprache nicht spricht, weil im Gegenzug die t&#252;rkische Sprache erst mit Atat&#252;rk im ganzen Land eingef&#252;hrt wurde. Denn diese osmanische Sprache war angereichert bzw. geschw&#228;ngert von den Sprachen, die das Reich eingenommen hatte. Und so ist die T&#252;rkei etwas ganz anderes, als das Osmanische Reich!

Trotzdem wird der heutige Staat gleichgesetzt mit dem untergegangen Koloss von Staatsgebilde. Heute wissen wir ganz genau, dass die Frauen der osmanischen Herrscher seit der Geschichte mit Timur Lenk, dem lahmen Mongolen, nur noch Sklavinnen aus Herren L&#228;ndern waren und schon gar nicht muslimisch. Die Mutter von Fatih dem Grossen, der Konstantinopel eroberte, hatte eine Griechin zur Mutter, er konnte auch sehr gut griechisch, und so ist es ihm zu verdanken, dass die Akropolis in Athen nicht zerst&#246;rt wurde. Alle osmanischen Herrscher hatten eine Sklavin als Mutter, die immer ihre Religion behalten durfte, niemand musste zum Islam konvertieren, selbst am Todesbett kam ein Priester oder Haham an ihr Bett, wenn sie nicht vorher schon mit W&#252;rdentr&#228;ger des Staates verheiratet wurde. Die einzige, erste und letzte Sklavin, die offiziell nicht nur zum Islam &#252;bertrat und einen Sultan heiratete war, die Sultanin H&#252;rrem, die im Abendland als &quot;Roxalene&quot; bekannt wurde, denn sie heiratete den Sultan S&#252;leyman (Simon), dem Pr&#228;chtigen.

Und die W&#252;rdentr&#228;ger waren ausnahmslos Resultate der Knabenlese, der Devschirme, die im Enderum, daf&#252;r selektiert wurden. Die mit Gehirnschmalz kamen in den Staatsapparat, die kr&#228;ftigen in den Armen zu den Yeniser (gesprochen: Yenischer), den Janitscharen, den Elite-Soldaten des Osmanischen Heeres, die im Übrigen auch die Milit&#228;rmusik begr&#252;ndeten, weil sie immer mit Musik in den Kampf zogen, so dass die Feinde es mit der Angst kriegen sollten.

Das osmanische Reich war nicht auf eine Nation ein Volk begr&#252;ndet und zugeschnitten. Die Volksgruppen im grossen Reich hatten, solange es die Belange des Staates nicht betraf, eine eigene Gerichtsbarkeit und Urteilsfindung. Und so konnten Kroaten, Serben und viele Mitglieder von anderen V&#246;lkern bis zum zweiten Mann im Staate es schaffen, keiner wurde wegen seiner Herkunft benachteiligt, denn nur die Hingebung zum Sultan war wichtig! 

So kann man ich doch die einfache Frage stellen: Wie es denn nach &#252;ber 600 Jahre vermeintlicher Unterwerfung, dennoch die V&#246;lker des Reiches sich pl&#246;tzlich in Serben, Bulgaren, Kroaten, Ungarn, Rum&#228;nen, Russen, Albaner, Griechen, Makedonier und anderen Volksgruppen bezeichnen konnten? Wieso gab es noch so viele Christen verschiedener Richtungen und auch Juden? Ich m&#246;chte nicht wissen, was alleine die Habsburger aus diesen vielen verschiedenen Menschen daraus so gemacht h&#228;tten!   

Um jetzt auf die Juden zu kommen: Aus der Zeit der spanischen Inquisition wissen wir, dass die meisten sephardischen Juden in das osmanische Reich fliehen konnten. Aber auch sehr viele aschkenasische Juden aus dem Abendland und Russland kamen ebenfalls zu den Muslimen. Vor allem dann, wenn wieder einmal Pogrome an ihnen ver&#252;bt wurde. Das erfolgte dann immer wenn die christlichen Bauern durch Missernten, Adelige und Landesf&#252;rsten sich bei vielem Verspekulierten, so z.B. einen Krieg verloren, dass von Juden finanziert wurde. Es immer jedesmal ein leichtes sich von diesen Schuldscheinen sich zu l&#246;sen. Denn man inszenierte immer einen Vorwand, manchmal ging ein Kind pl&#246;tzlich verloren. Sp&#228;ter wurde es tot aufgefunden und schob es den Juden unter, weil sie angeblich damit ihre &quot;frevelhaften Hostien&quot; feierten, mit frischem Blut eines christlichen Kindes&quot;, und man erinnert sich an Jesus der am Kreuz von den Juden geschlagen wurde, dass Jesus selbst Jude war hat wohl auch nicht viel geholfen, jedenfalls wurden fast alle Juden in ihre Tempel oder Synagogen hineingetrieben und bei lebendigem Leib verbrannt, nat&#252;rlich samt den Schuldscheinen. Von daher kann man sagen, dass man die &quot;Reichskristallnacht&quot; nicht als einen Lapsus in der Geschichte sehen sollte, man hatte auch schon viele Jahrhundertelang darin eine Erfahrung, eine gewisse Übung. Oder nicht?

Und so kamen immer wieder grosse Teile von Juden in ein sie rettendes Land. Schliesslich musste man nur &#252;ber die Alpen und dann die Habsburger &#252;berwinden und schon war man dort. Und die Osmanen wollten und brauchten sie. Sie waren das Gleichgewicht zu den griechischen und armenischen H&#228;ndlern! Und die Juden zeigten sich schon immer souver&#228;n zu der muslimischen Obrigkeit. Es gibt keinen einzigen Vorfall, wo Juden systematisch Pogromen ausgesetzt waren. Sie waren &#252;berall im Lande angesehene H&#228;ndler und konnten zudem Berufe aus&#252;ben, die ihnen im christlichen Abendland untersagt war! In Saloniki, der Geburtsstadt von Atat&#252;rk, war die Mehrheit der Bev&#246;lkerung ganz einfach j&#252;disch! Hitlers vordringlichstes Ziel war auf dem Balkan auch gerade diese Stadt! Wenn also vor allem nicht die gl&#252;henden Phil-Hellenischen Freiheitsk&#228;mpfer aus Bayern und anderswo gewesen w&#228;ren, sie sich nicht unbedingt so sehr f&#252;r die Befreiung der Griechen vor den Osmanen ereifert h&#228;tten, w&#228;ren vielleicht auch viele Menschen noch am Leben, vor allem j&#252;dische Mitb&#252;rger in Griechenland! Denn durch das Verdr&#228;ngen der Osmanen, wurden sie sp&#228;ter Freiwild f&#252;r Hitlers Schergen! Das sollte man auch einmal mit &#252;berlegen. Denn anders als in Frankfurt oder anderswo mussten sie hier nie in die H&#246;he bauen, weil der Magistrat der Stadt eine Ausweitung der Judengasse untersagte! Die N&#252;rnberger gar liessen die Juden erst recht nicht in der Stadt sich ansiedeln. Und so mussten sie die Stadt F&#252;rth vor den Toren N&#252;rnbergs begr&#252;nden! So konnten die Juden auch keine freien B&#252;rger der freien Reichsstadt N&#252;rnberg sein!  

Was hat sich nicht alles - nach &#252;ber 600 Jahren der osmanischen Herrschaft - nicht &#252;ber die Menschen dort ausgetragen. Wie eine Walze kam Hitler, dann die Rote Armee und der grossen Unfreiheit und Unterdr&#252;ckung, und selbst noch im ausklingenden 20. Jahrhundert mussten zehntausende Menschen grundlos sterben und zehntausende Frauen sich Monatelang den Serben in Lagern auf die ordin&#228;rste Art mit ihnen Sex treiben, und mussten diese ungewollten Kinder auch noch austragen, denn mindestens solange wurden sie festgehalten. Draussen hatten sie auch niemanden mehr, denn ihre M&#228;nner und Kinder wurden ja schon vorher unter ihren Augen zum Spass ermordet! Und das aufgekl&#228;rte Europa schaute gen&#252;sslich zu!

Anders, als bei manchen V&#246;lkern in Europa &#252;blich, f&#252;hren T&#252;rken nie Buch &#252;ber ihre Hilfen, so dass nat&#252;rlich Historiker von Heute damit ihre Schwierigkeiten hatten. Es schickt sich auch nicht &#252;ber seine Gaben (Sakat) und guten Werke in der &#214;ffentlichkeit breitspurig zu berichten. Diese Kr&#228;merseele haben wir nicht! Auch haben wir keine sehr gut ge&#246;lte Verwaltung, die selbst vor einer Vernichtung eines Menschen dessen Inventar auflistet. Und so m&#252;ssen wir die Kr&#252;melglauber der Geschichte hier entt&#228;uschen, auch wenn sie sich als Turkologin ausgibt und eigentlich keine Historikerin sein kann!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die T&uuml;rkei als Zuflucht und verschlossener Hafen</p>
<p>Mit dem lange angek&uuml;ndigten und nun endlich erschienen Werk &#34;Die T&uuml;rkei, die Juden und der Holocaust&#34; legt die Turkologin und Historikerin Corry Guttstadt ein Buch vor, das zu einem Standardwerk &uuml;ber die Situation der j&uuml;dischen Minderheit in der t&uuml;rkischen Republik, vor allem aber &uuml;ber die Positionierung der T&uuml;rkei gegen&uuml;ber der deutschen Vernichtungspolitik, werden wird&#34;</p>
<p>Entdeckt im Internet unter folgender  Adresse: <a href="http://buecher.hagalil.com/2008/11/tuerkei/" rel="nofollow">http://buecher.hagalil.com/2008/11/tuerkei/</a></p>
<p>Nun, ich gestehe ich habe das obige Buch nicht gelesen, das tut aber meinen Zeilen deswegen keinen Abbruch. Denn ich will nur einige ganz normale Überlegungen mit einbringen in die Diskussion um &#34;Die T&uuml;rkei, die Juden und der Holocaust&#34;:</p>
<p>Ich denke, dass es hier wieder einmal der Versuch ist eine weitere Wadenbeisserei ist, an dem Bild &uuml;ber die &#34;T&uuml;rken&#34; oder besser gesagt den Menschen die einfach nur aus der T&uuml;rkei kommen. Die fehlenden Diskussionspartner von der t&uuml;rkischen Seite beruhen auch, weil die Menschen, um die es hier geht selber so wenig von dieser Zeitspanne von &uuml;ber 600 Jahren wissen! Weil zum einen seit der Gr&uuml;ndung der Republik T&uuml;rkei im Jahre 1923 alles osmanische ausgemerzt und getilgt wurde und zum anderen man mehrheitlich weder der arabischen Schriftzeichen m&auml;chtig ist noch diese osmanische Obersprache nicht spricht, weil im Gegenzug die t&uuml;rkische Sprache erst mit Atat&uuml;rk im ganzen Land eingef&uuml;hrt wurde. Denn diese osmanische Sprache war angereichert bzw. geschw&auml;ngert von den Sprachen, die das Reich eingenommen hatte. Und so ist die T&uuml;rkei etwas ganz anderes, als das Osmanische Reich!</p>
<p>Trotzdem wird der heutige Staat gleichgesetzt mit dem untergegangen Koloss von Staatsgebilde. Heute wissen wir ganz genau, dass die Frauen der osmanischen Herrscher seit der Geschichte mit Timur Lenk, dem lahmen Mongolen, nur noch Sklavinnen aus Herren L&auml;ndern waren und schon gar nicht muslimisch. Die Mutter von Fatih dem Grossen, der Konstantinopel eroberte, hatte eine Griechin zur Mutter, er konnte auch sehr gut griechisch, und so ist es ihm zu verdanken, dass die Akropolis in Athen nicht zerst&ouml;rt wurde. Alle osmanischen Herrscher hatten eine Sklavin als Mutter, die immer ihre Religion behalten durfte, niemand musste zum Islam konvertieren, selbst am Todesbett kam ein Priester oder Haham an ihr Bett, wenn sie nicht vorher schon mit W&uuml;rdentr&auml;ger des Staates verheiratet wurde. Die einzige, erste und letzte Sklavin, die offiziell nicht nur zum Islam &uuml;bertrat und einen Sultan heiratete war, die Sultanin H&uuml;rrem, die im Abendland als &#34;Roxalene&#34; bekannt wurde, denn sie heiratete den Sultan S&uuml;leyman (Simon), dem Pr&auml;chtigen.</p>
<p>Und die W&uuml;rdentr&auml;ger waren ausnahmslos Resultate der Knabenlese, der Devschirme, die im Enderum, daf&uuml;r selektiert wurden. Die mit Gehirnschmalz kamen in den Staatsapparat, die kr&auml;ftigen in den Armen zu den Yeniser (gesprochen: Yenischer), den Janitscharen, den Elite-Soldaten des Osmanischen Heeres, die im Übrigen auch die Milit&auml;rmusik begr&uuml;ndeten, weil sie immer mit Musik in den Kampf zogen, so dass die Feinde es mit der Angst kriegen sollten.</p>
<p>Das osmanische Reich war nicht auf eine Nation ein Volk begr&uuml;ndet und zugeschnitten. Die Volksgruppen im grossen Reich hatten, solange es die Belange des Staates nicht betraf, eine eigene Gerichtsbarkeit und Urteilsfindung. Und so konnten Kroaten, Serben und viele Mitglieder von anderen V&ouml;lkern bis zum zweiten Mann im Staate es schaffen, keiner wurde wegen seiner Herkunft benachteiligt, denn nur die Hingebung zum Sultan war wichtig! </p>
<p>So kann man ich doch die einfache Frage stellen: Wie es denn nach &uuml;ber 600 Jahre vermeintlicher Unterwerfung, dennoch die V&ouml;lker des Reiches sich pl&ouml;tzlich in Serben, Bulgaren, Kroaten, Ungarn, Rum&auml;nen, Russen, Albaner, Griechen, Makedonier und anderen Volksgruppen bezeichnen konnten? Wieso gab es noch so viele Christen verschiedener Richtungen und auch Juden? Ich m&ouml;chte nicht wissen, was alleine die Habsburger aus diesen vielen verschiedenen Menschen daraus so gemacht h&auml;tten!   </p>
<p>Um jetzt auf die Juden zu kommen: Aus der Zeit der spanischen Inquisition wissen wir, dass die meisten sephardischen Juden in das osmanische Reich fliehen konnten. Aber auch sehr viele aschkenasische Juden aus dem Abendland und Russland kamen ebenfalls zu den Muslimen. Vor allem dann, wenn wieder einmal Pogrome an ihnen ver&uuml;bt wurde. Das erfolgte dann immer wenn die christlichen Bauern durch Missernten, Adelige und Landesf&uuml;rsten sich bei vielem Verspekulierten, so z.B. einen Krieg verloren, dass von Juden finanziert wurde. Es immer jedesmal ein leichtes sich von diesen Schuldscheinen sich zu l&ouml;sen. Denn man inszenierte immer einen Vorwand, manchmal ging ein Kind pl&ouml;tzlich verloren. Sp&auml;ter wurde es tot aufgefunden und schob es den Juden unter, weil sie angeblich damit ihre &#34;frevelhaften Hostien&#34; feierten, mit frischem Blut eines christlichen Kindes&#34;, und man erinnert sich an Jesus der am Kreuz von den Juden geschlagen wurde, dass Jesus selbst Jude war hat wohl auch nicht viel geholfen, jedenfalls wurden fast alle Juden in ihre Tempel oder Synagogen hineingetrieben und bei lebendigem Leib verbrannt, nat&uuml;rlich samt den Schuldscheinen. Von daher kann man sagen, dass man die &#34;Reichskristallnacht&#34; nicht als einen Lapsus in der Geschichte sehen sollte, man hatte auch schon viele Jahrhundertelang darin eine Erfahrung, eine gewisse Übung. Oder nicht?</p>
<p>Und so kamen immer wieder grosse Teile von Juden in ein sie rettendes Land. Schliesslich musste man nur &uuml;ber die Alpen und dann die Habsburger &uuml;berwinden und schon war man dort. Und die Osmanen wollten und brauchten sie. Sie waren das Gleichgewicht zu den griechischen und armenischen H&auml;ndlern! Und die Juden zeigten sich schon immer souver&auml;n zu der muslimischen Obrigkeit. Es gibt keinen einzigen Vorfall, wo Juden systematisch Pogromen ausgesetzt waren. Sie waren &uuml;berall im Lande angesehene H&auml;ndler und konnten zudem Berufe aus&uuml;ben, die ihnen im christlichen Abendland untersagt war! In Saloniki, der Geburtsstadt von Atat&uuml;rk, war die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung ganz einfach j&uuml;disch! Hitlers vordringlichstes Ziel war auf dem Balkan auch gerade diese Stadt! Wenn also vor allem nicht die gl&uuml;henden Phil-Hellenischen Freiheitsk&auml;mpfer aus Bayern und anderswo gewesen w&auml;ren, sie sich nicht unbedingt so sehr f&uuml;r die Befreiung der Griechen vor den Osmanen ereifert h&auml;tten, w&auml;ren vielleicht auch viele Menschen noch am Leben, vor allem j&uuml;dische Mitb&uuml;rger in Griechenland! Denn durch das Verdr&auml;ngen der Osmanen, wurden sie sp&auml;ter Freiwild f&uuml;r Hitlers Schergen! Das sollte man auch einmal mit &uuml;berlegen. Denn anders als in Frankfurt oder anderswo mussten sie hier nie in die H&ouml;he bauen, weil der Magistrat der Stadt eine Ausweitung der Judengasse untersagte! Die N&uuml;rnberger gar liessen die Juden erst recht nicht in der Stadt sich ansiedeln. Und so mussten sie die Stadt F&uuml;rth vor den Toren N&uuml;rnbergs begr&uuml;nden! So konnten die Juden auch keine freien B&uuml;rger der freien Reichsstadt N&uuml;rnberg sein!  </p>
<p>Was hat sich nicht alles &#8211; nach &uuml;ber 600 Jahren der osmanischen Herrschaft &#8211; nicht &uuml;ber die Menschen dort ausgetragen. Wie eine Walze kam Hitler, dann die Rote Armee und der grossen Unfreiheit und Unterdr&uuml;ckung, und selbst noch im ausklingenden 20. Jahrhundert mussten zehntausende Menschen grundlos sterben und zehntausende Frauen sich Monatelang den Serben in Lagern auf die ordin&auml;rste Art mit ihnen Sex treiben, und mussten diese ungewollten Kinder auch noch austragen, denn mindestens solange wurden sie festgehalten. Draussen hatten sie auch niemanden mehr, denn ihre M&auml;nner und Kinder wurden ja schon vorher unter ihren Augen zum Spass ermordet! Und das aufgekl&auml;rte Europa schaute gen&uuml;sslich zu!</p>
<p>Anders, als bei manchen V&ouml;lkern in Europa &uuml;blich, f&uuml;hren T&uuml;rken nie Buch &uuml;ber ihre Hilfen, so dass nat&uuml;rlich Historiker von Heute damit ihre Schwierigkeiten hatten. Es schickt sich auch nicht &uuml;ber seine Gaben (Sakat) und guten Werke in der &Ouml;ffentlichkeit breitspurig zu berichten. Diese Kr&auml;merseele haben wir nicht! Auch haben wir keine sehr gut ge&ouml;lte Verwaltung, die selbst vor einer Vernichtung eines Menschen dessen Inventar auflistet. Und so m&uuml;ssen wir die Kr&uuml;melglauber der Geschichte hier entt&auml;uschen, auch wenn sie sich als Turkologin ausgibt und eigentlich keine Historikerin sein kann!</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Robert Dupuis</title>
		<link>http://buecher.hagalil.com/2008/11/tuerkei/comment-page-1/#comment-286</link>
		<dc:creator>Robert Dupuis</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Nov 2008 11:32:41 +0000</pubDate>
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		<description>Es wird auch noch immer verschwiegen, dass die T&#252;rkische Republik, sich dem Druck Nazi-Deutschlands beugend, keine j&#252;dischen Emigranten ab 1938 mehr ins land liessen.
So auch mein m&#252;tterlicher Grossvater sel. A., der versuchte nach seiner Ausweisung aus der Schweiz als Kinderarzt in die T&#252;rkei zu gelangen, was ihm verwehrt wurde und er schlussendlich, nach einer Fluchtodyssee quer durch Europa  als H&#228;ftling im Konzentrationslager von Stutthof 1942 ermordet wurde.
Aus Erz&#228;hlung meiner v&#228;terlichen Grossmutter sel. A., die im K&#246;nigreich Rum&#228;nien geboren wurde, ist mir bekannt, dass die osmanischen Okupanten der lehnsabh&#228;ngigen F&#252;rstent&#252;mer Walachei und Moldau nicht gerade sehr zimperlich mit den nationalen Minderheiten, darunter der j&#252;dischen, umgingen. Bei vielen j&#252;dischen Familien Rum&#228;niens waren die Osmanen auf Grund dieser arroganten Herrenmenschenpolitik sehr unbeliebt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es wird auch noch immer verschwiegen, dass die T&uuml;rkische Republik, sich dem Druck Nazi-Deutschlands beugend, keine j&uuml;dischen Emigranten ab 1938 mehr ins land liessen.<br />
So auch mein m&uuml;tterlicher Grossvater sel. A., der versuchte nach seiner Ausweisung aus der Schweiz als Kinderarzt in die T&uuml;rkei zu gelangen, was ihm verwehrt wurde und er schlussendlich, nach einer Fluchtodyssee quer durch Europa  als H&auml;ftling im Konzentrationslager von Stutthof 1942 ermordet wurde.<br />
Aus Erz&auml;hlung meiner v&auml;terlichen Grossmutter sel. A., die im K&ouml;nigreich Rum&auml;nien geboren wurde, ist mir bekannt, dass die osmanischen Okupanten der lehnsabh&auml;ngigen F&uuml;rstent&uuml;mer Walachei und Moldau nicht gerade sehr zimperlich mit den nationalen Minderheiten, darunter der j&uuml;dischen, umgingen. Bei vielen j&uuml;dischen Familien Rum&auml;niens waren die Osmanen auf Grund dieser arroganten Herrenmenschenpolitik sehr unbeliebt.</p>
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		<title>Von: zahubi</title>
		<link>http://buecher.hagalil.com/2008/11/tuerkei/comment-page-1/#comment-282</link>
		<dc:creator>zahubi</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Nov 2008 19:13:04 +0000</pubDate>
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		<description>Die Sympathiewerte der T&#252;rken im allgemeinen und der T&#252;rkei im besonderen werden durch diese Publikation zwar nicht besser, jedoch kommt von t&#252;rkischer Seite keine Anstrengung, fr&#252;her nachgewiesene Missst&#228;nde ansatzweise zu entschuldigen. Hier f&#252;gt sich das T&#252;rkenbild in das bisherige ein,welches die Behandlung der Armeniergr&#228;uel in den Bereich &#252;bler Nachrede und Einmischung in in nere Angelegenheiten offenlegt. Die Europaintegration wird dadurch nicht unbedingt verbessert. Eigentlich ist es schade,dass sich aus kompetenter t&#252;rkischer Intelligenz , kaum ein Diskussionsforum &#246;ffnet. Immerhin gab es im Osmanischen Reich auch eine judenfreundliche Entwicklung- es sei denn,auch diese Information best&#252;nde nur aus Ger&#252;chten,die kaum belegbar sind. Die Bl&#252;te des t&#252;rkisch-israelischen Tourismus mag jedoch nur auf kommerziellem Humus wachsen. Die bestenfalls ambivalente Beziehung Deutscher zu T&#252;rken ,kann &#228;hnlichen Hintergrund nicht v&#246;llig ausschliessen.Kalter Pragmatismus vermag wenig Hoffnung auf Besserung geben.Hier bleibt noch die zynische Fragestellung :Weswegen sollte irgendeine Nation Juden in Not zu Hilfe eilen, es sei denn Israel mit den USA im R&#252;cken ?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Sympathiewerte der T&uuml;rken im allgemeinen und der T&uuml;rkei im besonderen werden durch diese Publikation zwar nicht besser, jedoch kommt von t&uuml;rkischer Seite keine Anstrengung, fr&uuml;her nachgewiesene Missst&auml;nde ansatzweise zu entschuldigen. Hier f&uuml;gt sich das T&uuml;rkenbild in das bisherige ein,welches die Behandlung der Armeniergr&auml;uel in den Bereich &uuml;bler Nachrede und Einmischung in in nere Angelegenheiten offenlegt. Die Europaintegration wird dadurch nicht unbedingt verbessert. Eigentlich ist es schade,dass sich aus kompetenter t&uuml;rkischer Intelligenz , kaum ein Diskussionsforum &ouml;ffnet. Immerhin gab es im Osmanischen Reich auch eine judenfreundliche Entwicklung- es sei denn,auch diese Information best&uuml;nde nur aus Ger&uuml;chten,die kaum belegbar sind. Die Bl&uuml;te des t&uuml;rkisch-israelischen Tourismus mag jedoch nur auf kommerziellem Humus wachsen. Die bestenfalls ambivalente Beziehung Deutscher zu T&uuml;rken ,kann &auml;hnlichen Hintergrund nicht v&ouml;llig ausschliessen.Kalter Pragmatismus vermag wenig Hoffnung auf Besserung geben.Hier bleibt noch die zynische Fragestellung :Weswegen sollte irgendeine Nation Juden in Not zu Hilfe eilen, es sei denn Israel mit den USA im R&uuml;cken ?</p>
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